EUR/USD Analyse: Vorsicht an dieser Stelle!
Vom 14.06.2018 um 22:07 UhrLiebe Trader,
Als die US Notenbank Fed am Mittwoch die Leitzinsen angehoben hatte, spielte er es für das Währungspaar Euro zum US-Dollar scheinbar nur eine untergeordnete Rolle. Nur einen Tag später am Donnerstag überraschte die Europäische Zentralbank EZB mit einem wahrscheinlichen Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm im Dezember 2018 und schickte den Euro damit massiv gen Süden. Somit scheint die Gemeinschaftswährung am gleitenden Durchschnitt EMA 50 auf Wochenbasis um 1,18551 US-Dollar gänzlich mit einem nachhaltigen Ausbruch darüber gescheitert zu sein, vielmehr noch könnte sogar noch eine sehr wichtige Unterstützung bestehend seit Anfang 2015 weiteren Verlusten zum Opfer fallen. Dies würde eine mehr als zweijährige Bodenbildungsphase in Gefahr bringen und entsprechend weitere Abgaben nach sich ziehen. Selbst die Aussagekraft einer Wochenkerze spielt bei diesem langfristigen Szenario keine überragende Rolle mehr, viel wichtig sind demnächst die Monatsschlusskurse!
Short-Chance:
Die Tagesverluste vom Donnerstag fallen im Vergleich zu den vorherigen abwärts gerichteten Tageskerzen sehr heftig aus! Aktuell läuft noch der Ausverkauf des Euros gegenüber dem US-Dollar und steuert dabei die Jahrestiefs bei 1,15102 US-Dollar zielstrebig an. Ein Kursrutsch unter dieses Niveau könnte weitere Abgaben nach sich ziehen, die zunächst bis in den Bereich von 1,14750 US-Dollar abwärts reichen dürften. Erst an dieser Stelle wird mutmaßlich die Entscheidung über den weiteren mittelfristigen Kursverlauf des Euro getroffen. Geht es ohne einen signifikanten Zwischenhalt weiter abwärts, so drohen direkte Verluste zunächst auf glatt 1,10 US-Dollar. Hierdurch würde natürlich die Bodenbildung aus den letzten Jahren merklich in Gefahr geraten!
Das Gegenszenario sieht hingegen eine rasche Stabilisierung an den Vorwochentiefs von 1,15102 US-Dollar vor, sodass von diesem Niveau aus wieder Käufer das Spielfeld übernehmen könnten. Das bleibt angesichts der Tagesverluste jedoch nur schwer vorstellbar, darf aber partout nicht ausgeschlossen werden. Dafür zeichnen die Indikatoren auf Tagesbasis ein (noch) zu positives Bild. Die nächsten Stunden dürften zumindest auf kurzfristiger Basis für entsprechende Klarheit sorgen.
Monatschart:

Tageschart:

EUR/USD, Täglich/Wöchentlich, Örtliche Zeit (GMT+1); Kurs des Währungspärchens zum Zeitpunkt der Erstellung der Analyse 1,15684 US-Dollar; 22:50 Uhr - Quelle: bluchart Professional Trader.
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